Zweite unterliegt favorisierten Hemeranern

In der dritten Runde der Verbandsklasse Nord 2025/26 verschlug es unsere zweite Mannschaft nach Hemer. Die Mittelstadt Hemer ist nicht allzu weit von unserer Heimat Neheim entfernt und somit eines der angenehmeren Auswärtsspiele. Gespielt wurde gegen die zweite Mannschaft des SV Hemer. Diese stand zum Zeitpunkt des Wettkampfs souverän auf dem ersten Tabellenplatz und ging daher als Favorit in die Begegnung. Die erste Mannschaft des SV Hemer 1932 spielt in der NRW-Liga und das Frauenteam sogar noch beeindruckender in der Frauenbundesliga. Die Begrüßung übernahm Gastgeber Lukas Jagodzinsky. Er wies kurz auf die üblichen Formalitäten hin. Man hielt sich bewusst knapp, damit der Mannschaftskampf pünktlich beginnen konnte.

BrettSV Hemer IIErgebnisSV Ruhrspringer II
1Andreas Jagodzinsky½ – ½Marten Richard Mischlack
2Benjamin Hofmann1 – 0Walter Bräutigam
3Roland Zitzewitz½ – ½Martin Kleine
4Dirk Lamek1 – 0Michael Stirnberg
5Danylo Zhuravel1 – 0Simon Voß
6Lukas Jagodzinsky1 – 0Stefan Brüser
7Serdar Senel½ – ½Thomas Langes
8Denny Schulte genannt Trux1 – 0Constanze Weber
6,5-1,5 für Hemer

Das erste Ergebnis gab es am Spitzenbrett: Nach etwa einer halben Stunde nahm Marten das Remisangebot seines Gegners an. Die Stellung war wohl etwas angenehmer für Weiß, aber unter den Umständen war das Unentschieden in Ordnung. Danach allerdings gingen mehrere Partien verloren. Constanze versuchte ihrem jungen Gegner noch einiges abzukämpfen, doch dieser spielte seinen Vorteil souverän aus, sie konnte nichts mehr machen. Michael Stirnberg kam solide aus der Eröffnung, doch in der kritischen Phase kannte sein Gegner die Pläne besser und nutzte dies zu seinem Vorteil. Simon Voß verlor in der Übergangsphase von Eröffnung zum Mittelspiel einen wichtigen Bauern und konnte sich davon nicht mehr erholen. Er versuchte noch ein, zwei Tricks, aber der schwarze Angriff war zu stark. Stefan geriet in einer komplizierten Stellung in Zeitnot. Es war bis dahin kaum Material getauscht worden. Im entscheidenden Moment reichte die Zeit nicht aus, um alle Probleme zu lösen, und nach Materialverlust ging auch diese Partie verloren. Thomas Langes stand sehr angenehm und hätte möglicherweise einen vielversprechenden Angriff starten können, entschied sich aber für eine ruhigere Fortsetzung. Das eröffnete Schwarz Gegenspiel, doch der Gegner war mit einem Remis zufrieden und so wurde der Punkt geteilt. Walter stand zunächst strategisch fragwürdig, spielte sich dann aber überragend zurück. Leider griff er die Dame zu früh an, was einen kritischen Bauernverlust nach sich zog. Das resultierende Endspiel war schwer zu halten; er kämpfte tapfer, musste sich aber schließlich geschlagen geben. Martin wehrte sich erbittert: Mit einem Bauern weniger, ungleichfarbigen Läufern und beiderseits einem Turm verteidigte er sich zäh. Während im historischen Alten Amtshaus in Hemer langsam die Lichter ausgingen, gelang ihm durch eine kleine taktische Wendung der Rückgewinn des Bauern und damit ein verdientes Remis.

Der Mannschaftskampf ging insgesamt zugunsten von Hemer aus. Doch wie schon nach dem ersten Wettkampf wollen wir auch diesmal im nächsten Spiel direkt zurückschlagen. Wir sind gespannt, was die Begegnung gegen Neuenrade bringen wird!