Die Erste übernimmt Tabellenführung

Die erste Mannschaft hat sich die sensationelle Tabellenführung in der Verbandsliga zurück erkämpft. In einem erwartet engen Match besiegte sie den direkten Konkurrenten vom SV Menden mit 5-3.

Dabei gelang Sven Badke am 3. Brett bereits nach 8 (!) Zügen gegen Theodor Mertin durch einen Figurengewinn die frühe Führung. Theo Mertin, eigentlich ein
sehr starker und unbequemer Gegner, scheint dagegen etwas von der Rolle zu sein.

So ging es aber leider nicht weiter. Menden hatte nichts zu verschenken und das zeigten sie auch. Bei der ersten Zeitkontrolle stand es 2,5-2,5 Unentschieden. Uli Dassel und Simon Brunner an den Brettern 1 und 5 verloren ihre Partien, Benni Schwentker setzte an Brett 8 seine beeindruckende Ungeschlagenserie fort und holte einen ganzen Punkt. Niklas Werthmann hatte an Brett 2 zwischenzeitlich eine
Qualität weniger, glich das aber irgendwie aus und sicherte in einem Endspiel mitungleichfarbigen Läufern das wichtige Remis.

Damit blieben nur noch 3 Partien. Bei Thomas Mohrmann sah es übel aus. Zudem hatte er Zeitnot. Stefan Niekrens hatte gegen Störing ein remisverdächtiges Turmendspiel; lediglich Bernd Schartau stand mit zwei Mehrbauern auf Gewinn. Alles sprach für ein 4-4. Zunächst machte dann Bernd das, was er so tut, wenn er gut steht. Er drückte und „würgte“ seinen Gegner so lange bis dieser zunächst eine Figur für die beiden Mehrbauern opferte um wenig später entnervt aufzugeben.
Stefan Niekrens gewann während dessen einen Bauern in seinem Turmendspiel und Thomas Mohrmann hielt seine Partie in dem er gefühlt 150 Damenschachs gegen den schwarzen König gab, die sein Gegner nicht verhindern konnte. Stefan brachte seine Partie dann routiniert nach Hause und Thomas Mohrmann remisierte schließlich, so dass am Ende das 5-3 heraus kam.

Damit führen die Ruhrspringer mit 12-2 Punkten die Tabelle der Verbandsliga wieder vor Menden mit 11-3 wieder an. Beide machen nun den Aufstieg in die NRW-Klasse im Fernduell miteinander aus, wobei Menden das scheinbar leichtere Restprogramm hat, während mit den Schachfreunden Schwerte das nächste dicke Brett auf die Ruhrspringer wartet. Unabhängig von dem Ausgang der letzten beiden Runden ist der bisherige Saisonverlauf eine absolute und nie erwartete Traumsaison geworden. Unser alter, nie vergessener aber leider viel zu früh verstorbener Schachfreund Peter Voß wäre stolz auf uns gewesen.

Ein Bericht von Frank Steinhage