Erste Mannschaft siegt im letzten Spiel des Jahres gegen Schachfreunde Hellertal mit 5,5 zu 2,5 Punkten.
Der Kampf gegen Hellertal war für die 1. Mannschaft ein besonderer Kampf. In den bisherigen Aufeinandertreffen mit Hellertal erreichten wir bislang lediglich einmal ein Mannschaftsunentschieden, die übrigen Kämpfe gingen verloren. Von daher war es an der Zeit alles dran zu setzen, um endlich den „Bock umzustoßen“ und zwei volle Mannschaftspunkte einzufahren. Die Vorzeichen schienen günstig für uns zu stehen, da die Hellertaler in der bisherigen Saison nach 4 Spielen nur 1 Sieg aufweisen konnten und im Tabellenkeller standen, während wir nach einem überraschenden starken Saisonauftakt mit 7 zu 1 Punkten punktgleich mit Menden an der Spitze der Tabelle standen. Zudem fand der Schachkampf das erste Mal bei uns in Neheim statt, so dass dieses Mal die Hellertaler die weite Anreise verdauen mußten. Dennoch hatten wir größten Respekt vor dem Gegner, der uns bisher einfach nicht zu liegen schien. Glücklicherweise waren wir an diesem Tag gut besetzt und hatten nur den Ausfall von Simon Brunner an Brett 5 zu verkraften. Die Hellertaler mussten demgegenüber ohne ihr erstes Brett (Rahimi) auskommen.
Mit etwas Verspätung wurden die Uhren angedrückt. Viele Spieler hatten noch nicht mal die erste Tasse Kaffee geschafft, als auch schon die erste Partie zu unseren Gunsten endete. Der Gegner von Niklas Werthmann lief in einer Gambit-Partie in eine Eröffnungsfalle und gab nach kurzem Überlegen auf. An Brett 8 einigten sich Benjamin Schwentker und sein ca. 200 DWZ-Punkte stärkerer Gegner D. Jagodkin nach relativ friedlichem und positionellen Kampfverlauf auf ein leistungsgerechtes Unentschieden. An den übrigen Brettern schien der Kampf zu diesem Zeitpunkt ausgeglichen. Der nächste Kampf der endete war der an Brett 4 zwischen Thomas Mohrmann und Yannick Kemper. Thomas gelang es den Gegner unter Druck zu setzen und Material zu gewinnen (2 Bauern). Da Thomas aber sehr viel Zeit für die Gewinnstellung verbraucht hatte und in Zeitnot geriet, ließ er sich auf ein Remis ein, was sich als sehr mannschaftsdienlich erwies. An Brett 6 übersah Bernd Schartau gegen Rolf Hassler in einer spannenden Partie eine Taktik und verlor Material. Wie gewohnt zeigte Bernd jedoch erneut seine kämpferischen Qualitäten und „fightete“ trotz der Verluststellung vermeintlich unbeeindruckt weiter. Bernd`s Kampfgeist wurde belohnt, als dem Gegner im Endspiel ein ungenauer Zug unterlief und Bernd danach das Remis sichern konnte, so dass es nun 2,5 zu 1, 5 für uns stand. Das nächste Remis kam an Brett 5 zwischen Dietmar Werthmann und Manfred Herfel zustande. Dietmar bekam nach einer zu frühen Zentrumsöffnung seitens des Gegners leichten Druck auf das Zentrum und dessen unrochierten König, verpasste jedoch den einzig vorteilsbringenden Zug und nahm nach dem 41. Zug in einem komplett ausgeglichenen Turmendspiel das 2. Remisangebot seines Gegners an.Die Entscheidung des Kampfes fiel dann an den Brettern 1 und 3. Ulli Dassel hatte mit Christian Reiffenrath den erwartet starken Gegner und die Stellung schien lange Zeit unklar. Ulli gelang durch eine Taktik jedoch ein Figurengewinn, der am Ende trotz weiterer heftiger Gegenwehr seines Gegners für den vollen Punkt ausreichte. Damit stand es 4:2, das Mannschaftsremis war damit sicher. Als nächstes beendete Sven Badke an Brett 3 gegen seinen erfahrenen Gegner Wolfgang Petri die Partie. Sven bekam es mit den schwarzen Steinen mit dem „Königsgambit“ zu tun. Die Stellung wirkte komplex und schwierig zu beurteilen. Um in Vorteil zu gelangen opferte der Gegner von Sven die Qualität, erreichte aufgrund des genauen Gegenspiels von Sven dieses Ziel jedoch nicht, sondern geriet in Nachteil, welchen Sven souverän verwertete. Damit 5:2 und der Mannschaftssieg stand fest. An Brett 5 einigten sich Stefan Niekrens und Matthias Mellmann schließlich auf Remis. In einem vermeintlich vorteilhaften Endspiel mit einem Läufer und 2 Bauern gegen einen Springer mit 2 Bauern stellte der Gegner von Stefan angesichts dessen solider Verteidigung letztlich weitere Gewinnversuche ein. Mit dem Sieg gegen Hellertal dürfen wir nun punktgleich mit Menden, die mehr Brettpunkte aufweisen, auf dem zweiten Platz der Verbandsliga überwintern. Ein toller und von niemandem erwarteter Erfolg. Im Januar geht es auf der Punktejagd mit einem Auswärtsspiel in Kierspe weiter.
